PKV
Bei der privaten Krankenversicherung (PKV) spielt das Einkommen für die Beitrags-Höhe keine Rolle, sondern der Beitrag ist abhängig vom Lebensalter, Geschlecht und dem vereinbarten Tarif. Wichtig ist auch, ob Vorerkrankungen vorliegen. Diese können zu Leistungsausschüssen oder Risikozuschlägen führen. Allerdings dürfen Risikozuschläge nicht bis alle Ewigkeit verlangt werden: Wenn die Erkrankung ausgeheilt ist, kann der Kunde Beitragsermäßigung verlangen, entschied das Landgericht Coburg (Az.: 32 § 131/00). Je früher man sich versichert und je gesünder man ist, desto geringer ist der Beitrag. Dann hat man die Wahl zwischen einer Unzahl von Tarifen, die nach Leistungsumfang und –höhe verschieden sind.—> Die günstige private Krankenversicherung online testen
Es gilt hier das Kostenerstattungsprinzip: Zunächst zahlt man die Rechnung selber und erhält hinterher vom Versicherer die Kosten erstattet – ganz oder teilweise, je nach Tarif und vereinbartem Selbstbehalt. Für Alleinstehende und Doppelverdiener, deren Gehalt über der Versicherungspflichtgrenze liegen, ist ein Wechsel in die PKV meist ratsam. Zu deutlichen Beitragsersparnis kommt besserer Versicherungsschutz. Dieser Vorteil wird in jungen Jahren besonders klar. Mit Familien kann die PKV dagegen schnell zur Beitragsfalle werden, denn jeder zahlt für sich, auch Kinder (etwa halber Preis). Die Entscheidung für oder gegen die PKV setzt also auch immer ein gewisses Stück Familienplanung voraus.